In ihren leisen Arbeiten, den filigranen Hüllen, den im Verschwinden begriffenen Kleidern, vielschichtigen fotografischen Installationen und Filmen erschafft Evelin Marin eingängige Bilder, die aus subjektiven Erfahrungen schöpfend poetischen Ausdruck für allgemeingültige Themen finden. Gerade durch die Zurückhaltung und Reduktion der Werke kann man sich der suggestiven Wirkung kaum entziehen die an die Assoziationskraft und die Projektionstätigkeit der Betrachtenden appelliert. Erinnerung, so zeigt sich an diesem Wechselspiel einmal mehr, ist kein abgeschlossener Prozess, sondern ein Raumgefüge, in welchem wir uns alle befinden, welches wir weiter ausbauen und im selben Zuge verinnerlichen.
Anne Simone Krüger, Kunsthistorikerin