


Die Hüllen fragile I-III setzen sich aus Abformungen verschiedener Gegenstände oder Körperteile zusammen. Der Prozess der Entstehung ist dabei kein gradliniger, sondern ein langjähriger Vorgang aus Collage und Decollage.
Geformte geleimte Viskose unterliegt leichten Schwankungen der Luftfeuchtigkeit – ein gewollter Aspekt, der Veränderung, Vergänglichkeit und Empfindlichkeit thematisiert. Durch die lange Entstehungszeit wird diese geplante Alterung weiter forciert.
Diese Arbeiten machen intime Gedankenräume der Erinnerung sichtbar, die den Menschen ansonsten unsichtbar umgeben, schützend oder einengend.
In ihm haben sich über Generationen weitergegebene Muster und Rollen manifestiert.
Die Wiederholung oder Abgrenzung von Lebensentwürfen ist eine Möglichkeit der Interpretation. Sie schließt einen lebenslangen ambivalenten Prozess ein, sich alter Gedankenräume oder Hüllen zu entledigen, so dass schließlich auch die Abwesenheit einer Person oder von Personen im Vordergrund stehen kann.

v.l.n.r.
fragile III, Viskose, Leim, Stahl, 250 x 120 x 120 cm, 2019-2023
fragile I, Viskose, Leim, Stahl, 230 x 120 x 120 cm, 2019-2023
fragile II, Viskose, Leim, Stahl, 270 x 120 x 120 cm, 2019-2023
Fotos: Evelin Marin